Die Apostelleuchter

An den vier stärksten Pfeilern der Kirche sind Leuchter mit insgesamt zwölf Kerzen angebracht. Sie sind Hinweis auf die zwölf Apostel als tragende Pfeiler der Kirche.

Der Hochaltar vor der Renovierung

Im September 1919 wurde der neue Hochaltar aus der Werkstätte des Kunsttischlers Franz Thiesing in Osnabrück aufgestellt. Die Zeichnung war von dem Bischöflichen Generalvikariate *genehmigt worden. Es ist ein Flügelaltar, die Apostel darstellend, und ist stilgerecht dem Bau unserer Kirche angegliedert. Die Kosten in Höhe von 9000 Mark sind ebenfalls durch freiwillige Gaben zusammengekommen.
Im oberen Teil des Altares sind die Bildnisse der zwölf Apostel zu sehen.

Das rechte Altarbild
Die rechte Bildtafel neben dem Tabernakel zeigt die Anbetung der Waisen aus dem *Morgenland. Gott ist da, verborgen in dem Kind von Bethlehem, um sein Volk zu retten. Die Völker der Erde staunen und sind gekommen um mit ihren Gaben dem Gott Israels zu huldigen.

Das linke Altarbild
Auf der linken Darstellung tritt Christus mit der Siegesfahne aus dem Grab hervor und zeigt sich als der Auferstandene, der das Erlösungswerk vollendet hat.

Der gekreuzigte und die Frauen
Als oberer Abschluß des Altares ist die Kreuzigungsszene dargestellt. Hier kristallisiert sich der gesamte christliche Glaube. Das Kreuz selbst ist seit der Auferstehung Jesu das Zeichen des Sieges über Sünde, Leid und Tod und damit sichtbares Zeichen der Erlösung. Es verweist letztlich auf Christus selbst, der wie die Balken des Kreuzes alles miteinander verbinden kann. Gott und Menschen, die Menschen untereinander, den Menschen mit sich selbst.
Im Fenster oberhalb des Kreuzes ist das österliche Alleluja zu sehen.Rechts und links zu Füßen des Gekreuzigten stehen seine Mutter Maria und Johannes der Lieblingsjünger.

„Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! (Joh 19, 26-27)

Auf der Bekrönung des Altares sind außerdem zwei Frauengestalten zu sehen. Synagoga mit einer Binde über den Augen symbolisiert das Alte Testament und Ecclesia mit dem Kelch in der Hand als Symbol für das Neue Testament.

Die Kanzel wurde entfernt
Im Oktober 1920 wurde die neue Kanzel in unserer Kirche aufgebaut. Dieselbe ist geliefert von dem Bildhauer Holtmann in Osnabrück und kostete 15.500,00 Mark. Die Zeichnung war der Bischöflichen Behörde vorgelegt und ist von derselben genehmigt worden.

Mit der großen Renovierung wurde die Kanzel im Jahre 1983 entfernt.

Das vordere Bildnis an der Kanzel
Das vordere Bildnis vom guten Hirten befindet sich heute im linken Ausgangsbereich, in Nähe der Pieta.

Das ewige Licht
Im Altarraum brennt eine rote Öllampe. Sie ist Zeichen für die Gegenwart Gottes in der Brotgestalt im Tabernakel. Wenn alle Lichter in der Kirche gelöscht werden, bleibt dieses Licht brennen. Daher nennt man es das „Ewige Licht“. Ein schönes Zeichen. Gott ist da, zu jeder Zeit, in unserem Ort, mitten unter uns.

Hochaltar nach der Renovierung

Der neue Altar
Während der Hochaltar als Sakramentsaltar zur Aufbewahrung und Verehrung des Allerheiligsten im Tabernakel verwendet wird, steht in der Mitte des Chorraumes der Altar für die Eucharistiefeier.
Blickpunkt auf der Vorderseite ist das Gotteslamm. Ein wellenförmiges Element umfließt den Sockel des Altartisches: Das Lamm vergießt aus seiner Herzwunde „Blutströme der Erlösung“, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Altartisches mit den „Paradiesströmen“ am Fuß des Lebensbaumes vereinigen.

Die Schmalseiten des Altartisches tragen die Symbole von Brot und Wein; Trauben und Ähren, zugleich Hinweis auf die Stunde der Ernte und auf die Verbindung zwischen Christus und der Gemeinde in der Eucharistie.

Der Ambo
In der Nähe des Altares, dem Tisch des Sakramentes steht der Ambo, der Tisch des Gotteswortes. So ist veranschaulicht, dass der Tisch des Wortes und der Tisch des Sakramentes eine innerliche Einheit bilden, weil sich Jesus uns sowohl im eucharistischen Mahl aus auch in der Verkündigung des Wortes schenkt.

Die heilige Schrift
Auf einem kleinen Tisch zwischen Ambo und Taufbrunnen liegt die aufgeschlagene Heilige Schrift.

Jeder Kirchenbesucher kann darin lesen. So ist Christus neben der sakramentalen Gegenwart im eucharistischen Brot des Tabernakels auch in seinem Wort dauerhaft mitten unter uns.

Osterkerze und Taufbrunnen
Die Attribute der vier Evangelisten, die die „Frohe Botschaft“ aufgeschrieben haben, sind wenige Schritte weiter zu finden. Der Leuchter für die Osterkerze ist damit verziert. Es sind die Symbole der vier Himmelswesen, die den Thron Gottes umstehen:

Die Osterkerze
Die Osterkerze ist ein Zeichen für den auferstandenen Christus. Die Symbole der Evangelisten die den Osterleuchter verzieren deuten an, dass diese die Botschaft vom auferstandenen Christus in ihren Schriften verkünden. Der Gekreuzigte lebt, der Karfreitag ist überwunden für alle, die an ihn glauben. Das Kreuz ist nicht mehr Schandpfahl, sondern wird zum Siegeszeichen. Deshalb ist es ebenso auf der Osterkerze zu finden wie die Nägel, die seine Wunden bezeichnen. Alpha und Omega, der erste und letzte Buchstabe im griechischen Alphabet, sowie die Jahreszahl auf der Osterkerze deuten an: Jesus Christus ohne Anfang und ohne Ende ist Herr der Zeit und der Ewigkeit.

Während der 50.tägigen Osterzeit befindet sich die Osterkerze im Altarraum. Danach steht sie am Taufbecken, denn an ihr werden die Kerzen derer angezündet, die in der Taufe Christ geworden sind und so Anteil am Leben Jesu erhalten haben.

Der Taufbrunnen
In den alten Sandsteintaufbrunnen von 1928 ist eine neue bronzene Schale für das Taufwasser eingearbeitet worden. Sie ist ringsherum mit Wellen verziert, die das Wasser der Wiedergeburt symbolisieren.

Außerdem nimmt es die Symbolik des Altares wieder auf. Von dem Lamm, das zum Heil der Welt geschlachtet wurde und auferstand, gehen vier Ströme lebendigen Wassers – hier als Kreuz dargestellt – aus. Sie lassen das Paradies neu entstehen – dargestellt durch Blüten -; das Paradies ist allen Getauften zugesagt.

Der Taufbrunnen wurde geschaffen von dem Emsländischen Künstler und Bildhauer Bernd Helle, genannt „Hellerbernd“ und im Februar 1928 beschafft.
Der Taufstein kostete 400,00 Mark.

Der neue Einsatz im Taufbrunnen
Auf dem durchsichtigen Deckel des Taufbeckens schwebt eine Taube als Zeichen des Heiligen Geistes. Er ist Wegbegleiter, Schützer und Helfer des Neugetauften auf seinem Weg zum Paradies.